Dank an das Ehrenamt beim Neujahrsempfang der Pfarrei Pirk
Mit einem festlichen Neujahrsgottesdienst begann das Jahr 2026 in der Pfarrei Pirk. Weihnachtliche Lieder, vorgetragen vom Kirchenchor und begleitet von Organist Roland Assion, gaben dem Gottesdienst einen feierlichen Rahmen zum Jahresbeginn. Im Anschluss versammelte sich die Pfarrgemeinde zum traditionellen Neujahrsempfang im Pfarrheim. Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Kiener blickte in ihrer Ansprache auf das vergangene Jahr zurück. Sie erinnerte daran, dass das Gemeindeleben von vielen oft unsichtbaren Diensten getragen werde – vom Mesnerdienst über liturgische Vorbereitungen bis hin zur liebevollen Gestaltung der Kirche im Jahreslauf. Gerade diese stillen Aufgaben halten das Miteinander zusammen und verdienen ebenso Anerkennung. Zahlreiche Gottesdienste, Feste, Prozessionen und gemeinsame Aktionen zeigten, wie lebendig das Miteinander in Pirk ist, und verdeutlichten, wie sehr die Pfarrgemeinde von Ehrenamtlichen getragen wird. Wie Kiener sagte: „Der Jahreswechsel lehrt uns, dass jeder Abschied auch ein Neuanfang ist.“ Gerade diese Gedanken spiegeln sich in den vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten wider, die das Gemeindeleben lebendig halten. Jedes Jahr wird beim Neujahrsempfang ein Bereich besonders gewürdigt – Tätigkeiten, die oft im Hintergrund stattfinden, die aber spürbar sind, sobald sie fehlen würden. In diesem Jahr galt der besondere Dank den langjährigen Christbaumschmückern Evi Knorr, Stefan Bayerl und Karl Kiesl. Mit viel Zeit, Geduld und Liebe zum Detail richten sie seit Jahren den großen Christbaum her, der pünktlich zum Fest die Pfarrkirche erstrahlen lässt. Pfarrer Thomas Stohldreier schloss sich den Dankesworten an und würdigte das Engagement aller Ehrenamtlichen. Er betonte, wie wichtig Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung für das Gemeindeleben seien. Der Neujahrsempfang endete in geselliger Runde – ein Auftakt, um auf Vergangenem aufzubauen und gemeinsam Schritt für Schritt ins neue Jahr zu gehen.
Neujahrsrede der Pfarrgemeinderatssprecherin Kerstin Kiener:
Sehr geehrter Herr Pfarrer Thomas Stohldreier,
sehr geehrter Herr Pfarrer Andreas Hanauer,
sehr geehrte Frau Pfarrerin Heidi Landgraf,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Dietmar Schaller,
sehr geehrter Vereinskartellvorsitzender Thomas Klier,
liebe Vereinsvorstände,
und ganz wichtig liebe Pirker Pfarrgemeinde!
Haben Sie noch eine Druckausgabe unserer Tageszeitung?
Wenn ja, dann ist Ihnen bestimmt gestern, in der letzten Ausgabe des alten Jahres, der Spruch aufgefallen: „Der Jahreswechsel lehrt uns, dass jeder Abschied auch ein Neuanfang ist.“ Für viele von uns ist der Jahreswechsel tatsächlich wie ein Neubeginn, der manchmal heiß herbeigesehnt wird, um ein vielleicht nicht so schönes Jahr endlich hinter sich zu lassen. Mit dem Jahreswechsel erhofft sich so mancher, dass bessere Zeiten anbrechen. Oder blickt ganz stolz auf das Geleistete zurück oder hat im Jahre 2025 sein großes Glück gefunden.
In diesem Sinne stoßen wir zunächst einmal auf den Jahreswechsel an: Prost 2026!
Ich darf hier vorne nun schon zum dritten Mal mit Ihnen gemeinsam das neue Jahr begrüßen. Und vielleicht haben Sie es ja die vergangenen Jahre bemerkt, ich verwende gern Zitate in meinen Reden. Nicht nur, weil sie gut klingen, sondern eher um zu unterstreichen, dass wichtige Leute gleiche oder ähnliche Gedanken hatten wie ich kleines Licht.
„Der Jahreswechsel lehrt uns, dass jeder Abschied auch ein Neuanfang ist.“
Leider ist der Autor dieses Spruches unbekannt, also kann ich auf keinen Philosophen, Dichter oder Denker, keinen Politiker oder Wissenschaftler verweisen. Der Satz bleibt anonym aber genauso wirksam.
Wir verabschieden uns vom Jahr 2025. Schauen wir doch noch einmal gemeinsam auf das Jahr zurück, das jeder von uns ganz unterschiedlich empfunden hat.
Deutlich sei hier herausgestellt, dass in Pirk kein Stillstand herrscht. Sowohl das Leben in der Gemeinde als auch das in der Pfarrgemeinde blüht, so dass uns so manche Nachbargemeinden bereits neidisch sind!
Im Januar des vergangenen Jahres trat Donald Trump als 47. Präsident erneut sein Amt als Präsident der United States of America an.
In Pirk starten wir ganz traditionell am 1.1. mit dem Neujahrsempfang. Fleißige Ministranten sammelten als Sternsinger für benachteiligte Kinder. In einem feierlichen Gottesdienst wurden sie Dreikönig wieder empfangen. Auch eine weitere Tradition ist das jährliche Helferessen, das auf den verstorbenen Kirchenpfleger Hans-Jürgen Bauer zurückgeht, mit dem sich die Pfarrei bei allen ehrenamtlichen Helfern bedankt.
- Der Dank gilt allen Ministranten und deren Betreuer-Team
- Der Dank dem Team des Pfarrgemeinderates, das das Helferessen immer ausrichtet
Der Februar stand ganz im Zeichen der Bundestagswahl. Friedrich März wurde zum Bundeskanzler gewählt.
Im Februar stellten die Ministranten eine Fußballmannschaft für den Wolfgangscup und schlugen sich nach dem Sieg im vergangenen Jahr auch dieses Mal ganz gut. Sie erreichten Platz 3 und bekamen die Auszeichnung als fairste Mannschaft. An Lichtmess werden die Kerzen für das ganze Jahr geweiht.
- Der Dank gilt dem Mesner Josef Kick und seinem Team für seine Arbeit während des ganzen Jahres, Tätigkeiten, die wichtig sind, aber gern übersehen werden
- Der Dank gilt den Reinigungskräften, dem Blumendienst und dem Hausmeister
Im März fand die Oscar-Verleihung statt, bei dem der Film „Anora“ fünf Oscars abräumte.
Wir hier in Pirk brauchen keine Oscars. Unsere besten Darsteller im März waren die Kommunion- und Firmkinder, die ihren großen Auftrtitt in den Vorstellungsgottesdiensten hatten.
- Der Dank geht an Julia Plödt und Team, an das Familiengottesdienst-Team
Die Fastenzeit wurde von vielen Gebetsformen und Aktionen getragen.
- Der Dank an Frauenbund und der kath. Männergemeinschaft für Kreuzwege, Palmbuschbinden, Verkauf von Osterkerzen
- Der Dank gilt GloryUs für zwei beeindruckende Taize-Stunden (Fastenzeit und Advent)
Im April, genauer gesagt, am Ostermontag starb Papst Franziskus.
In Pirk haben wir die Karwoche gemeinsam bestritten.
- Der große Dank geht an Pf. Hanauer, der sich im hohen Alter solchen Strapazen stellt,
- Der Dank gilt den Ministranten fürs die Tradition des Ratschen gehen
- Der Dank geht an alle Organisten der Pfarrei, an die Mitglieder des Kirchenchores, die ehrenamtlich für feierliche Klänge in der Kirche sorgen
- Der Dank geht an die Blaskapelle für die beiden „Kirchenkonzerte“ im Jahr
Im Mai wurde Leo der 14. Zum neuen Papst gewählt.
In Pirk fand die Hl. Erstkommunion statt. In zahlreichen Bittgängen und Maiandachten zeigten wir unseren Glauben und die Bereitschaft, Traditionen weiterleben zu lassen.
- Der Dank gilt den Bittgängern, die diese Tradition aufrecht erhalten
- Der Dank geht an die Tischmütter und Julia Plödt
Im Juni fand der Nato-Gipfel in Den Haag in den Niederlanden statt.
Unbedeutend gegen das Pirkerfest, das traditionell mit dem Gottesdienst auf dem Dorfplatz beginnt. Oder die Fronleichnamsprozession mit anschließendem Pfarrfest.
- Der Dank geht an alle Pirker Vereine für die hervorragende Zusammenarbeit
- Der Dank an die Patenkompanie, eine Bereicherung für unsere Gemeinde
- Der Dank gebührt Pfarrer Thomas Stohldreier, den Ministranten, den Himmelträgern, den Mikro-Trägern, Vorbetern, dem Mesner, den Altarschmückern, der Feuerwehr fürs Sichern des Weges und dem gesamten Pfarrgemeinderat und Helfern fürs Pfarrfest
Im Juli fand die Tour de France statt mit Startpunkt Lille.
Eine Tour de Pirk ist alljährlich die Kirchweih, die mit dem Aufstellen des Baumes eine Woche vorher dem dritten Wochenende im Juli beginnt. Neue Ministranten kamen im Juli hinzu.
- Der Dank geht an den Kirwa-Verein, der sich um die Tradition bemüht und bei all dem Feiern auch die Kirche nicht vergisst
- Der Dank geht an die neuen Ministranten, und allen, die sie eingewiesen haben (Oberminis, Mesner, Team)
Im August ist alles im Urlaub. Zum Glück startete die Bundesliga Mitte August!
Auch in Pirk herrscht Urlaubszeit. Für manche erst nach Maria Himmelfahrt.
- Der Dank geht an Pfarrer Hanauer für die Urlaubsvertretung und den leider stattgefundenen Beerdigungsmarathon
- Der Dank fürs Kräuterbüschel-Binden geht an den Frauenbund
Im September wurde die deutsche Herren-Basketballmannschaft Weltmeister. In Paris wurde Notre Dame wiedereröffnet.
Unsere Schüler kehren zurück an die Schule, die ABC-Schützen erhalten Gottes Segen. Der Pfarrgemeinderat trifft sich zur Planung des restlichen Jahres.
- Der Dank geht an die Schulseelsorge, dass Traditionen wie Segnung der ABC-Schützen und die Schulgottesdienste aufrecht erhalten werden
Im Oktober wurden die Nobelpreise vergeben. Der Friedensnobelpreis ging an die venezolanische Oppositionspolitikerin Maria Corinna Macharo.
Bei uns in Pirk hätten alle Ehrenamtlichen einen Nobelpreis verdient. So findet jährlich ein Gottesdienst an Erntedank statt, heuer präsentierte sich dazu sogar eine auswärtige Band. Bei der Ehejubiläumsfeier konnten 17 Paare verschiedene Jubelfeste gemeinsam feiern.
- Der Dank gebührt dem PGR fürs Organisieren und Durchführen
Im November verschiebt die Deutsche Bahn die Eröffnung des Stuttgarter Bahnhofs auf unbekannte Zeit.
Das kann in Pirk nicht passieren. Mit dem Abschluss des Kirchenjahres an Christkönig beginnt noch im November die Adventszeit. Der Volkstrauertag findet jährlich im November statt.
- Der Dank gilt allen, die am Volkstrauertag eine Aufgabe übernehmen.
Im Dezember schafft es Weiden mit dem hässlichsten Weihnachtsbaum vor dem Rathaus sogar in die NEWs von BR24.
Das kann uns in Pirk nicht passieren. Unser Baum strahlt jedes Jahr in bewährter Schönheit neben dem Altar. Die Tradition von zwei Christbäumen mit Strohsternen links und rechts neben dem Altar wurde vor 20 Jahren auf Initiative von Elisabeth Baldauf durch einen sehr großen, mit Kugeln geschmückten Baum abgelöst. Seitdem wird am 4. Adventssonntag der Baum mit Hebebühne und viel Engagement geschmückt.
- Der Dank gebührt allen, die für die Adventszeit und für die Weihnachtstage etwas beigesteuert haben
Da die Pfarrei jedes Jahr beim Neujahrsempfang jemanden im „aktiven Dienst“ hervorheben möchte, fällt heuer das besondere Augenmerk eben auf die langjährigen „Christbaumschmücker“, die zum Teil seit Beginn des großen Baumes jedes Jahr einen Sonntag opfern, damit der Baum an Heiligabend im rechten Licht erstrahlt. Der Dank gebührt allen, besonders Evi Knorr, Stefan Bayerl und Karl Kiesl.
Der Jahresrückblick weist sicherlich einigen Lücken auf und beim Dank übersieht man gern jemanden mal. Aber, eins ist sicher: Wir schätzen jeden noch so kleinen ehrenamtlichen Dienst und freuen uns über jede helfende Hand.
„Der Jahreswechsel lehrt uns, dass jeder Abschied auch ein Neuanfang ist.“
Im Ausblick auf das vor uns liegende Jahr 2026 tun sich auf Gemeinde-Ebene, aber auch im Pfarrgemeinderat viele Neuanfänge auf.
Wir haben im März zunächst einmal Kommunalwahlen. Parallel dazu wählen wir auch einen neuen Pfarrgemeinderat. Ich bin stolz, die Sprecherin einer so tollen Gruppe zu sein. Es läuft alles Hand in Hand, wo ich nicht drandenke, wird das stillschweigend korrigiert und übernommen. So der Empfang hier, der sich während meines Kurzurlaubs wie von Geisterhand aufgebaut hat, liebe Christine Hofmann, vielen Dank fürs Organisieren. So fällt es einem echt leicht, vorne zu stehen und eine Rede zu halten. Ich wünsche mir, dass möglichst viele aus dem Team weitermachen. Und, da wir auch leere Plätze zu besetzen haben, dass wir neue Räte zu unserem Gremium finden. Sie sind herzlich dazu eingeladen, uns zu unterstützen, lassen Sie sich zur Wahl aufstellen!
Ich schließe mit den Gedanken über den Neuanfang:
Neuanfang
Nicht alles muss vergessen werden,
was hinter uns liegt.
Manches darf bleiben
als Erfahrung,
als Mahnung,
als Dank.
Neuanfang heißt nicht,
bei null zu beginnen,
sondern mit dem weiterzugehen,
was trägt.
Ein Schritt nach vorn
reicht oft schon.
Ein offenes Ohr.
Ein neuer Blick.
Ein stilles Vertrauen.
Und manchmal beginnt Neues
genau dort,
wo wir den Mut haben,
loszulassen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, Prosit Neujahr!